Da macht man einen Blog auf und benutzt ihn für sage und schreibe 3 Einträge. Na ja, was könnte dafür wohl der Grund sein. Nennen wir es mal Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Seit nunmehr 4 Monaten lasse ich mich dort zum Animation und Effect Producer ausbilden.
Nach ein paar Grundlagen in Sachen Sicherheit, Recht, Abläufen von Produktionen und so weiter ging es dann auch gleich los mit ein paar Produktionen. Für das Internationale Trickfilm Festival in Stuttgart ist derzeitig ein Trailer in Arbeit der auf besondere Art klassischen Trickfilm mit Realfilm verbindet. Frei nach dem Motto: Zeichentrick geht unter die Haut. Die zweite Produktion ist ein Animationsfilm, welcher mit dem Stillmittel des Stereo3D die Fallhöhe des Hauptcharakters nicht nur verbal darstellt. Last but not least arbeiten wir an einem ca. 30 min. szenischen Film, welcher den Zuschauer in ein modernes Märchen einer surrealen Großstadtwelt entführt. Details zu den einzelnen Projekten gibt es so schnell als möglich…
Was die Ausbildung angeht, ist die Filmakademie einfach nur großartig, von Feature Film Produzenten über VFX-Supervisor zu allen möglichen erfahrenen Filmschaffenden ist alles vertreten…
Tag für Tag eine neue Herausforderung. Wer hätte gedacht, dass ich mich nach schon 4 Monaten mit Filmförderungen beschäftigen muss. Toll!
Mein neues Leben – Deluxe
Was gibt’s Neues: Cinema 4D R12 Studio
Wie bei jedem neuen Release aus dem Hause MAXON gibt es auch bei der neusten Version viele Neuerungen. Ein paar seien an dieser Stelle erwähnt.

Komplett neue Dynamics:
Das wohl aufregendste neue Feature an C4D R12 ist das neu entwickelte Dynamics-System, welches auf der alt bekannten Bullet-Engine aufbaut. Es beinhaltet Funktionen wie Rigid Bodies, Soft Bodies und zahlreiche Möglichkeiten, Objekte mit Konnektoren zu verbinden. Einzigartig in diesem Segment ist wohl auch die Möglichkeit Geometrie mit Luftdruck zu verformen.
Schaut euch hier ein paar der Neuerungen im Dynamics-System an:
IES-Lightning:
Durch der Daten der „Illuminating Engineering Society of North America“ wird es in R12 möglich die Abstrahlung der Lichter von verschiedenen Herstellern realistisch nachzubilden. Und als ob das nicht genug wäre, kommt dazu auch noch die Möglichkeit photometrische Lichtparameter wie Lumen, Candela oder die Farbtemperatur im Detail zu manipulieren.
Linear Workflow:
Mit nur ein paar Mausklicks kann man nun einen linearen Workflow einrichten. Damit wird es möglich mit weniger Lichtern und geringeren Qualitätseinstellungen Farben und Lichter naturgetreuer zu berechnen. Kurz: Weniger Aufwand, bessere Bilder.
Render-Manager:
Äußert praktisch ist auch der neue Render-Manager. Dieses Tool ermöglicht das Rendern von mehreren Szenen nacheinander. Durch dieses Batch-Rendering wird es möglich komplexe Renderaufträge mit unterschiedlichen Settings einfach einzurichten und Tag und Nacht rendern zu lassen. Und das alles mit einem Klick! Dieses Feature wird in Sachen Rendering Stunden im Rechenvorgang sparen.
Und noch vieles mehr:
Cinema 4D R12 beinhaltet noch viele andere Funktionen, z.B. Farbprofile, Bild-Manager, neue Charakter-Werkzeuge, neue Deformer, echte Maßeinheiten, doppelte interne Genauigkeit, Dual Transformations, OpenGL3-Unterstützung, neue Shader für Architektur, ein L-System für parametrische Splines…
Mehr Informationen und was es für neue Produktpakete gibt findet ihr im Detail unter: http://www.maxon.net/de
Euer Philipp
Der Weg zum 3D und seine Alternativen: Loreo 3D Lens in a cap
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema Stereographie. Eins kann ich euch sagen: 3D ist mehr als zwei Kameras, die zufällig auf das selbe Bild gerichtet sind. Vielmehr kommt es darauf an, die Grundlagen der 2D Cinematographie weitestgehend über Bord zu werfen und Begriffe wie Parallaxe, Okklusion usw. nicht nur zu kennen, sondern auch zu verstehen.
Es gibt verschiedene Bücher zum Thema. An dieser Stelle seien zwei davon empfohlen (beide Englisch):
- 3D Movie Making: Stereoscopic Digital Cinema from Script to Screen
- Foundations of the Stereoscopic Cinema
Eigentlich ist die beste Art, die Grundlagen zu verstehen, es einfach zu probieren. Unsere ersten Versuche beinhalteten ein Brett und zwei Canon 7D. Klar, die Ergebnisse waren nicht perfekt, aber der Weg war geebnet für weitere Experimente. Man muss nicht einmal mit solch preisintensiven Equipment starten. Am Anfang reicht es, die Kameras einfach nebeneinander zu legen. Alles in allen können auch zwei Consumer-Kameras verwenden – Es muss nicht teuer sein! Grund für uns, die Canon 7D zu verwenden, war einfach wir wollten die beeindruckenden Bilder, die mit den modernen HD-DSLRs möglich sind auch in 3D nutzen und mit wenig Geld gute Produkte schaffen. Wie wir schnell merken mussten, reicht dafür ein Grundlagenwissen leider nicht aus. Tagelang haben wir probiert, bis wir zum Schluss gekommen sind, dass man bei 3D Produktionen auf einige wichtige Dinge achten muss, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Hier sind nur ein paar:
- Beide Kameras müssen exakt gleich eingestellt sein.
- Man muss eine Bildebene (1) definieren.
- Man muss sich bewusst sein, dass diese Ebene die Leinwand darstellt. Auch in ihrer Größe.
- Alles, was vor der Bildebene passiert (2), kommt aus dem Bild heraus, was dahinter passiert (3), geht in das Bild hinein.
- Die Abstände der Objekte (auf der Z-Achse) sollten nicht zu groß sein.
- Man sollte 3D Film als Fenster in eine andere Welt verstehen und mit dem Überschreiten der Bildebene nach vorn (2) nur sehr sparsam und gezielt arbeiten.
- Man sollte hohe Kontraste im Bild vermeiden.
- Der Abstand der Kameras (4) definiert den minimalen Abstand (5) zur Bildebene.
- 3D = Licht + Licht + Licht

An sich ist Stereographie (oder auch Stereoskopie) kein neues Thema, schon im 4. Jahrhundert vor Christus befasste sich der Mathematiker Euklid damit. Es sollte aber noch bis 1838 dauern, bis der Physiker Sir Charles Wheatstone die ersten „3D Bilder“ und einen Apparat, das Stereoskop, veröffentlichte. 1849 wurde dann die erste Zweiobjektiv-Kamera vorgestellt, womit wir auch beim nächsten Thema wären.
Warum soll man zwei Kameras verwenden, wenn man doch einfach die Vorteile der HD-DSLR Kameras (wie der Canon 5D-Mark II) mit Erkenntnissen des 18. Jahrhunderts verbinden kann. Loreo hat mit der „3D Lens in a cap“ eine Optik für Stereoskopische Fotografie entwickelt, die sich geradezu anbietet, sie auch mal mit der Videofunktion zu testen. Jedoch zuvor ein paar technische Daten.
Loreo 3D Lens in a cap
- Brennweite: 38mm
- Blende: f/11 oder f/22
- 3D durch zwei überblendende Bilder
- alle Standard Mounts
- Preis: 129 €
Beim Fotografieren bekommt man mit diesem Objektiv ganz passable Ergebnisse. Hier ein paar inklusive der in Photoshop montierten Anaglyph Variante.



Doch nun zum eigentlichen ist das Objektiv in Verbindung mit einer HD-DSLR Kamera geeignet Videos herzustellen?
Pro:
- Preis
- Bedienung
- Hohe Kompatibilität zu DSLR-Mounts
Kontra:
- Verarbeitung
- Hohe Bildverluste (bei Video)
- Einstellmöglichkeiten

Fazit:
Kurz zu den Vorteilen einer HD-DSLR. Die Kameras sind vergleichsweise günstig und liefern durch wechselbare Objektive mit weit offenen Blenden atemberaubende 1080p (Full-HD) Videos. Doch wenn man das Loreo 3D Objektiv verwendet, verliert man auf einmal so viele Bildinformationen, dass man gerade noch ein 4:3 PAL Video übrig hat. Was natürlich, um sich künstlerisch auszutoben, vollkommen ausreichend ist, wenn da nicht noch ein paar andere Einschränkungen am von Loreo gefertigten Objektiv währen. Am Gerät selbst gibt es nur drei Positionen für die Schärfe und zwei Positionen für die Blende. Also alles in allen ist es eine günstiger Einstieg in die Welt der Stereographie.
An dieser Stelle möchte ich meinen Dank an Tilman Waegner (Editor, Director – Herovisions) aussprechen, welcher mir das Equipment zur Verfügung gestellt hat.
Euer Philipp
Das war’s!
So wollte ich schon immer einen Blog anfangen, mit Worten, die man eigentlich zum Abschied wählt. Da sich jedoch im Moment so vieles in meinem Leben ändert, passt es um so mehr. In Andenken an meine alte, erstaunlicherweise recht gut besuchte, Seite gibt es an dieser Stelle noch ein kleinen Screenshot jener welcher.

Diese Seite musste viel länger als geplant ihr Dasein fristen. Der Blog, wie ihr ihn jetzt seht, wartet nun mehr seit fast einem Jahr auf seine Veröffentlichung. Und nun, schlussendlich habe ich die neue Epoche meines Lebens als Anlass genommen, das längst Fertige doch der breiten Masse zugänglich zu machen.
Wenn ihr euch jetzt fragt, was erwartet uns hier eigentlich, gibt es einen Grund hier noch einmal vorbei zu kommen? Denen unter euch kann ich nur sagen – Unbedingt! Wie ihr schon an den Navigationselementen seht, geht es in diesem Blog um After Effects und Cinema 4D. Nein, eigentlich viel mehr: Um das was man damit machen kann, wie man seine Ideen umsetzen kann. In Tutorials werde ich euch Einblicke in die Welt der Visual Effects, der 3D Animation und viele andere Bereiche der computergenerierten Effekte (CG) geben. Und die erste Tutorial-Reihe ist bereits in den Startlöchern. Hier gibt es schon einmal ein paar Fotos vom Dreh:
Und das ist noch längst nicht alles! Abonniert doch einfach den RSS-Feed, damit ihr immer auf dem Laufenden seid, was auf www.philcwm.com so alles passiert.
Euer Philipp





